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Bankschecks buchen – so gehts

  • by Anatoli Bauer

Ein Scheck stellt in der Buchführung eine Besonderheit dar.

Wir gehen einmal davon aus, dass ein Kunde unsere gelieferte Ware durch einen Scheck begleicht. Wir müssen also zunächst den Eingang des Schecks buchen. Der Buchungssatz lautet hier wie folgt:

Scheck an Forderungen

Ist der Scheck nun unserem Bankkonto gutgeschrieben worden, so können wir nun den Geldeingang buchen. Der Buchungssatz lautet hier nun:

Bank an Scheck

Nun gehen wird einmal davon aus, dass wir Ware mit einem Scheck bezahlen. Zunächst, wenn wir den Scheck dem Lieferanten übergeben, buchen wir:

VLL an Scheck

Wird nun schlussendlich unsere Bankkonto mit der Summe des ausgestellten Schecks belastet, buchen wir nun:

Scheck an Bank

Das Buchungskonto „Scheck“

Generell ist über das Buchungskonto „Scheck“ zu sagen, dass es ein sogenanntes Zwischenkonto beziehungsweise Hilfskonto darstellt. Auf diesem Konto wird der entsprechende Betrag lediglich zwischengeparkt, so dass die eigentliche Buchung zeitlich verschoben wird. Mann kann hier auch von einem Konto mit Verrechnungsfunktion reden.

Das Konto „Scheck“ wird erst zum Jahresabschluss interessant. In der Regel sollte dies Ausgeglichen sein, anderenfalls muss man abklären, wo sich dieser Saldo befindet und vor allem wie dieser sich zusammen setzt.

Das Buchungskonto „Scheck“ wird im übrigen wie ein Aktivkonto behandelt. Sprich Zugänge werden im Soll gebucht und Abgänge im Haben.

Was ist ein Scheck?

Ein Scheck ist ein sogenanntes Wertpapier mit einer Zahlungsanweisung eines Kunden an sein Kreditinstitut, einen Betrag X, an einen Dritten zu zahlen. Zudem kann gesagt werden, dass ein Scheck eine Urkunde darstellt.

Gesetzliche Bestandteile eines Schecks:

  • Das Wort „Scheck“
  • Name des Kreditinstitut welches den Betrag X ausbezahlen soll
  • Anweisung eine Summe X auszubezahlen
  • Tag der Ausstellung
  • Ausstellungsort
  • Unterschrift des Ausstellers

weitere Bestandteile:

  • Geldsumme in Ziffern (gesetzlich geregelt) (Besonderheit ist, dass wenn die Summe in Ziffern von der in Worten abweicht, immer die Summe in Worten ausbezahlt wird!)
  • Name des Empfängers (gesetzlich geregelt)
  • Überbringerklausel (gesetzlich geregelt)
  • Schecknummer (kaufmännisch geregelt)
  • Kontonummer des Ausstellers (kaufmännisch geregelt)
  • Bankleitzahl des Ausstellers (kaufmännisch geregelt)
  • Verwendungszweck (kaufmännisch geregelt)

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