BWL: Einfacher Eigentumsvorbehalt – Definition, Beispiele

Ein einfacher Eigentumsvorbehalt nach § 449 BGB geht meist aus den AGB hervor und kann bei einer Warenlieferung vereinbart werden. Die gelieferten Artikel sind dann bis zur vollständigen Zahlung des vereinbarten Preises weiterhin Eigentum des Lieferanten. Dieser kann seine Waren zurückholen, sollte der Kaufpreis nicht beglichen werden.

Auf diese Art ist der Eigentumsvorbehalt eine Kreditsicherheit. Denn er bezieht sich auf den Kredit, den der Lieferant dem Kunden durch das Setzten eines Zahlungsziels gewährt hat.

Die Bilanz wird durch den Eigentumsvorbehalt nicht gestört. Die unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Produkte werden in der Bilanz als wirtschaftliche Eigentümer unter Vorräten oder im Anlagevermögen bilanziert. Dies geschieht nach § 246 I 2 HGB.

Beispiel:

  • Eine GmbH liefert Produkte an das X-Unternehmen unter Eigentumsvorbehalt
  • Das X-Unternehmen zahlt trotz Mahnung nicht
  • Die GmbH holt ihre Waren zurück

Weitere Arten des Eigentumsvorbehalts:

  • Der verlängerte Eigentumsvorbehalt
  • Der erweiterte Eigentumsvorbehalt

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