BWL: Kostenarten in der Übersicht

Kostenarten können in einem Kostenartenplan aufgeführt werden. Es sind die einzelnen Kostenkategorien, die in einem Unternehmen vorzufinden sind. Unternehmen verwenden meistens einen Kostenartenplan, um ihre Kostenarten zu dokumentieren. Die erste Stufe in der Kostenrechnung ist die Kostenartenrechnung, für welche die ermittelten Kostenarten die Ausgangsdaten sind. Beim Kostenartenplan legt das Unternehmen den Grad der Detaillierung und die Gliederung fest. Ein Beispiel wären Reisekosten als Kostenart. Für Zwecke des Controllings können diese Reisekosten aber in Bahnkosten, Flugkosten und Hotelkosten weiter aufgespalten werden.

Kostenarten lassen sich einteilen, da diese den zugehörigen Kosten eine Kategorie zuweisen. Kosten können dementsprechend beispielsweise nach der Art des Produktionsfaktoreneinsatzes und der Funktionsausführung im Unternehmen unterteilt werden. Die Art des Produktionsfaktoreneinsatzes kann beispielsweise nach Materialkosten (z. B. Stahl) und Produktionskosten (z. B. Strom) unterschieden werden. Die Funktionsausführung im Unternehmen kann nach Vertriebskosten, Verwaltungskosten und Fertigungskosten unterschieden werden.

Ein Beispiel soll die Kostenarten verdeutlichen:

Ein Schuhmacher hat z. B. Personalkosten in Form von Löhnen und Gehältern, Materialaufwand, Abschreibungen für Maschinen und Werkzeuge, Mietkosten und Werbekosten.

Kostenarten können auch in Primärkosten und Sekundärkosten unterteilt werden.
Primärkosten sind ursprüngliche Kosten, die in der Kostenartenrechnung betrachtet werden. Sie werden auch als primäre Kostenarten oder primäre Kosten bezeichnet. In der Kostenartenrechnung werden auch kalkulatorische Kostenarten erfasst.

Sekundärkosten sind dagegen Kosten, welche aus der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung abgeleitet werden. In der Kostenstellenrechnung resultieren sie aus der Weiterverrechnung.

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