BWL: Ordentliche Kapitalerhöhung leicht erklärt – Definition

Wenn eine Aktiengesellschaft neue Aktien emittiert, dann spricht man von einer ordentlichen Kapitalerhöhung. Um einen Anreiz zum Kauf zu schaffen, werden die jungen Aktien für einen Preis angeboten, der unterhalb des derzeitigen Börsenkurses notiert ist. So schafft es die AG schnell an liquide Mittel zu gelangen. Gesetzliche Regelungen dazu finden sich in den §§ 182 bis 191 AktG.

Die Bedingungen zur Durchführung einer ordentlichen Kapitalerhöhung:

1. Der Vorstand der Aktiengesellschaft kann nicht einfach so die Ausgabe neuer Aktien anordnen. Vielmehr muss die Mehrheit der Aktionäre (= qualifizierte ¾ -Mehrheit) die Kapitalerhöhung in der Hauptversammlung beschließen. Sie vertreten schließlich das Grundkapital der Unternehmung.
2. Außerdem haben die Altaktionäre ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien, damit sie die Möglichkeit haben ihren prozentualen Anteil an der Aktiengesellschaft zu erhöhen.
3. Der Beschluss und die Durchführung der ordentlichen Kapitalerhöhung sind in das Handelsregister einzutragen. Zudem ist die Ausgabe der Neuaktien innerhalb von 3 Monaten vorzunehmen.
4. Der Preis der Aktien darf nicht unter dem Nennwert der bereits vorhandenen Aktien liegen.

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