BWL: Was ist ein Partiarisches Darlehen? – Definition & Beispiel

Bei einen partiarisches Darlehen, zu englisch: participation loan, handelt es sich um eine spezielle Form eines Darlehens. Dieses partiarische Darlehen wird also jedoch, in einem Gegensatz zu einem klassischen Darlehen, nicht nur oder in anderen Fällen auch erst gar nicht in Form von Zinsen vergütet, sondern es sieht normalerweise nur eine Gewinnbeteiligung als Vergütung vor.

Deshalb und aus diesem Grund zählen die partiarischen Darlehen auch zu einem Mezzaninekapital, weil diese ein Merkmal vom Eigenkapital vereinen.
Die Partiarischen Darlehen werden in einer Bilanz als normale Verbindlichkeiten ausgewiesen, geleistete Vergütungen stellen sind eine Teilgewinnabführung, sie werden in einen GuV als ein Aufwand verbucht.

Sogenannte Partiarische Darlehen können nun auch mit Nachrangigkeit für anderer Gläubiger verbunden sein. ALTERNATIVE BEGRIFFE: Beteiligungsdarlehen.

Die Vorteile von einem partiarischen Darlehen

Falls bestimmte Zinsen vereinbart werden, so liegen diese normalerweise unter einem marktüblichen Zinssatz, oftmals ist aber eine Mindestverzinsung vorgesehen, damit ein Darlehensgeber auch in den Geschäftsjahren welche keine oder nur geringe Gewinne aufweisen.

Aus so einer Sicht eines Unternehmens werden so genannte Fixkosten von einem normalen Darlehen vermieden. Dieses endfällige Darlehen, ist ein partiarisches Darlehen und wird belastet, flexibel entsprechend vom Unternehmenserfolg.

Oftmals werden dann partiarische Darlehen nicht nur für eine allgemeine Unternehmensfinanzierung, sondern auch für ein einzelnes Investitionsprojekt aufgenommen.

Die Stellung von den Darlehensgebern

Eine eigentliche Verlustbeteiligung vom Darlehensgebers liegt nicht, er kann in schlechten und verlustträchtigen Geschäftsjahren dazu kommen das der Darlehensgeber leer ausgeht.
Einem Darlehensgeber zum Teil einige gewisse Kontrollrechte eingeräumt, ein Beispiel wäre der Einblick in eine Rechnungslegung vom Unternehmen. Da dieser Darlehensgeber keinerlei Gesellschafterstellung einnimmt, hat dieser auch in der Regel überhaupt keine Entscheidungs- bzw. Mitspracherechte.

Ein Beispiel für partiarische Darlehen

Der Investor gewährt einem Unternehmen X ein partiarisches Darlehen in einer Höhe von rund 1 Mio. €, welches nach Ablauf von 5 Jahren zurückbezahlt wird.
Für eine Vergütung wird in dem Darlehensvertrag vereinbart, dass der Investor 2 % Zins für eine Mindestvergütung und 5 % vor dem Jahresüberschuss vor den Steuern erhält. Eine Auszahlung bei einer Mindestverzinsung sowie von einem Gewinnanteils erfolgt dann jährlich nach der Erstellung eines Jahresabschlusses.

Die Bilanzierung eines Partiarischen Darlehen

Die Bilanzierung als eine Verbindlichkeit

Die Partiarische Darlehen werden in einer Bilanz als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Teilgewinnabführung

Das partiarische Darlehen stellt somit eine Teilgewinnabführungsvertrag dar.
Eine zu leistende Vergütung wird in einer Gewinn- und Verlustrechnung als ein Aufwand verbucht und sie ist gesondert auszuweisen.

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