BWL: Was ist eine Kapitalbindung? – Erklärung, Definition, Beispiel

Kapital kann nicht nur in Form von baren oder unbaren Zahlungsmitteln vorliegen, sondern nicht selten ist es an materiellen oder immateriellen Vermögensgegenständen gebunden. Während Geld direkt zur Finanzierung oder für Investitionen genutzt werden kann, müssen die Vermögensgegenstände erst verkauft werden, um das darin gebundene Kapital wieder frei zu setzen und anderweitig nutzen zu können. Da Geld aber meist einem größeren Wertverzehr unterliegt, als körperliche Gegenstände, dienen sie oft als sichere Kapitalanlage.

Kapitalbindung erfolgt aber ebenfalls im Umlaufvermögen, wenn der Unternehmer beispielsweise einem Kunden eine bestimmte Zahlungsfrist einräumt. So hat er lediglich den Anspruch auf Zahlung (Forderung), muss aber auf seine Gegenleistung, das Kapital, noch warten.

Durch das Binden von Kapital können nicht selten hohe Kosten für den Unternehmer entstehen. Wenn er zum Beispiel seine Waren in einem Lager aufbewahrt, fallen hierfür Lohn- und Lagerkosten an. Diese hätte der Unternehmer nicht, wenn er die Waren direkt an den Kunden weiterleiten und hierfür eine Gegenleistung erhalten würde.
Für das Unternehmen ist es sicherlich am sinnvollsten, die Kapitalbindung so kurz wie möglich zu halten, da es so stets über flüssige Zahlungsmittel verfügen kann und weniger Fremdkapital zur Finanzierung benötigt.

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