BWL: Was ist eine Option? – Beispiele, Definition & Erklärung

Dank einer Option wird das Recht gewährt, bestimmte Waren, Währungen oder Wertpapiere zu einer festgelegten Zeit und einem festen Preis zu kaufen. Die Option gilt als bedingtes Termingeschäft. Eine Kaufoption wird als Call bezeichnet.

Beispiel:

  • Ein Unternehmen bezieht am 01.01.2017 eine Option auf den Kauf von 1 Mio. Barrel Rohöl zu 100 USD pro Barrel am 30.08.2017
  • Der Marktpreis steht am 30.08.2017 bei 80 USD, die Option wird nicht genutzt
  • Steht der Marktpreis an diesem Tag bei 150 USD, nutzt das Unternehmen die Option

Im Beispiel findet eine Absicherung gegen Preissteigerungen statt. Das Unternehmen kann mit dem Maximalpreis planen und zahlt dafür eine Stillhalterprämie an die Gegenpartei, die ihre Ware zum Festpreis liefern muss. Der Stillhalter kann diese Gebühr als Gewinn verzeichnen, falls die Option nicht in Anspruch genommen wird.

Hat der Lieferant die versprochene Ware nicht, muss er sie zum Marktpreis ankaufen und zum Optionspreis herausgeben. Ein Barausgleich der Differenz ist ebenfalls möglich.

Auch Verkaufsoptionen sind möglich, sie werden als Put bezeichnet und garantieren den Verkauf zu einem festgelegten Preis.

Europäische und Amerikanische Optionen im Vergleich

Europäische Optionen werden am Laufzeitende, am festgelegten Termin, genutzt. Amerikanische Optionen kann während der Optionslaufzeit eingelöst werden. Diese Benennungen sind nicht regional bindend, auch amerikanische Banken geben regelmäßig Europäische Optionen aus. Die Bedingungen, die der Option zugrunde liegen, bestimmen deren Typ. Die Amerikanische Option ist von höherem Wert und gebräuchlicher.

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