BWL: Was sind Nutzkosten? – Definition, Beispiel & Formel

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Bei den Fixkosten ist eine Aufspaltung in Nutzkosten und Leerkosten möglich. Die Nutzkosten sind der Anteil der Fixkosten, welche genutzt werden. Die Nutzkosten hängen somit an der Kapazitätsauslastung. Für ein Unternehmen ist es umso besser, je größer der Nutzkostenanteil an den Fixkosten wird.

Die Nutzkosten sind über diese Formel berechenbar:

Nutzkosten = Fixkosten x (Ist-Auslastung / möglich Auslastung)

Die Ist-Auslastung und auch die mögliche Auslastung können sich auf Produktionsmengen und Produktionszeiten beziehen.

Der Term (Ist-Auslastung / mögliche Auslastung) wird als Beschäftigungsgrad oder Kapazitätsauslastungsgrad bezeichnet. Es ergibt sich dadurch die folgende Formel:

Nutzkosten = Fixkosten x Kapazitätsauslastungsgrad

Ein Beispiel veranschaulicht die Berechnung der Nutzkosten:

Pro Monat hat ein Unternehmen Abschreibungen (für Anlagen) von 100000 €, sodass diese Kosten als Fixkosten bezeichnet werden können. Die Anlage hat eine normale tägliche Nutzungszeit von 8 Stunden. Wenn die Aufträge in einem Monat zurückgehen, wird die Anlage in diesem Monat nur noch 6 Stunden täglich genutzt. Die Nutzkosten für diesen Monat betragen:

Nutzkosten = 100000 € x 6/8 = 100000 € x ¾ = 75000 €
Die Leerkosten sind das Gegenstück zu den Nutzkosten.

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