BWL: Was sind Vertriebsgemeinkosten? – Definition, Beispiel

Vertriebsgemeinkosten sind Gemeinkosten, welche durch Vertrieb und Marketing anfallen. Gemeinkosten sind Kosten, welche einem Produkt nicht direkt angerechnet werden können.
Die Vertriebsgemeinkosten können über Vertriebsgemeinkostenzuschlagssätze auf die Produkte angerechnet werden. Die Vertriebsgemeinkostenzuschlagssätze können über den Betriebsabrechnungsbogen (BAB) festgestellt werden.

Die Vertriebsgemeinkosten sind kein Bestandteil der Herstellungskosten.

Vertriebsgemeinkosten werden nur verrechnet, damit die Selbstkosten eines Produkts ermittelt werden können. Nach § 255 Abs. 2 Satz 4 des Handelsgesetzbuchs dürfen Vertriebskosten bei der Ermittlung der Herstellungskosten in der Bilanz für die Bewertung der Vorratsbestände nicht mitgerechnet werden.

Als Beispiele für Vertriebsgemeinkosten sind die Mitarbeitergehälter von Marketing- und Vertriebsabteilung zu nennen. Des Weiteren sind es Miete für die Räume, Abschreibungen für die Einrichtungen und Leasingraten für die Autos des Vertriebs.

Die Vertriebsgemeinkosten können mithilfe von Vertriebsgemeinkostenzuschlagssätzen auf die Produkte angerechnet werden. Als Basis für den Zuschlag werden die Herstellungskosten verwendet.

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