BWL: Welche Aktienarten gibt es? – Übersicht

Mithilfe von Aktien können sich Aktiengesellschaften ihr Eigenkapital beschaffen, wenn sie nämlich ihre Aktien, und damit Anteile an der Gesellschaft, an der Börse verkauft. Die Aktionäre erhalten beim Erwerb dieses Wertpapiers, welches unterschiedliche Rechte bzw. Pflichten verbrieft, die Möglichkeit Gesellschafter bzw. Miteigentümer der AG zu werden. Er darf anschließend an der Hauptversammlung teilnehmen und hat Mitsprache- bzw. Stimmrecht bei allen Entscheidungen des Unternehmens, jedoch gehört ihm nicht ein Anteil am Reinvermögen, sondern ihm steht lediglich ein Anteil am Gewinn zu, sofern die AG vor hat Dividenden auszuschütten.

Je nach inhaltlichem und rechtlichem Umfang der Aktie, lässt sie sich in unterschiedliche Gattungen einteilen:

1. Die Stamm- und Vorzugsaktien = Unterscheidung nach dem Stimmrecht
2. Die Inhaber- und Namensaktien = Unterscheidung nach der Übertragbarkeit
3. Die Nennwert- und Stückaktien = Unterscheidung nach dem Anteil am Unternehmen

Der Preis der Aktien

Eine Aktie wird mit einem sogenannten Nennwert versehen. Das bedeutet, dass sie eine Wertzahl erhält. Dieser Nennwert ist aber nicht gleichzeitig der Preis der Aktie, denn an der Börse schwankt täglich der Börsenkurs, der den tatsächlichen Wert (Kurswert) beeinflusst. Es kann also sein, dass eine Aktie mit einem Nennwert von 1 € für einen Kurswert von 5 € an die Aktionäre ausgegeben wird. Allerdings darf es nie vorkommen, dass die Aktien für einen Preis angeboten werden, welcher unter dem Nennbetrag liegt. Bei Kauf einer Aktie erhält der Aktionär eine Urkunde, auf der auch der Nennwert vermerkt ist.

Der Handel an der Börse

Es gibt keine einfachere Möglichkeit, Gesellschafter zu werden, als sich ein paar Aktien seiner Wahl zu kaufen. Dabei ist der Aktionär ebenso flexibel, denn wenn er kein Interesse mehr an dem Anteil des Unternehmens hat, kann er seine Aktien ganz einfach weiterverkaufen und macht hierbei vielleicht sogar einen hohen Gewinn, je nachdem wie sehr der Kurswert seit dem Kauf gestiegen ist.

Die Aktiengesellschaft selbst kann ebenfalls ihre eigenen Aktien kaufen – dies nennt man Aktienrückkauf. Das kann vor allem wichtig sein, wenn es Unstimmigkeiten mit den Mehrheitsverhältnissen der einzelnen Gesellschafter gibt und man so mit dem Rückkauf seine Mehrheit stärken möchte. Wenn ein Aktionär mehr als 3% der Aktien von dem Unternehmen innehält, so ist er verpflichtet, dies der Gesellschaft mitzuteilen.

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