BWL: Zinseszinsrechnung leicht erklärt – Definition, Beispiel

Eine Zinseszinsberechnung bezieht sich auf die Zinsen der erzielten Zinsen.
Ein Zinseszinseffekt wirkt dabei, dann wenn erzielte Zinsen nicht ausbezahlt werden, sie werden dabei nur stehen gelassen, damit diese im darauffolgenden Jahr wieder mitverzinst werden können.

Mit einer Zinseszinsformel lässt sich dann durch eine Aufzinsung, bei einer Anzahl von Jahren, dass am Ende zur Verfügung stehende Kapital errechnen.
Eine exponentielle Verzinsung ist eine andere Bezeichnung für eine Zinseszinrechnung.

Ein Beispiel für die Verzinsung vom Zinseszins

Ein variabler Anleger legt in einem Zeitraum X für die Dauer von 3 Jahren eine Summe von 100.000 Euro in ein Festgeld an, dabei ist eine jährliche Verzinsung 4 % und wird auch jeweils zum Jahresende gutgeschrieben.
Ein Anleger erhält nun die Summe von:

  • – im ersten Jahr 4.000 Euro Zinsen also (4 % × 100.000 Euro);
  • – im zweiten Jahr dann bereits schon zum ersten mal einen Zinseszins (also einen Zins auf den stehen gelassenen Zins vom Vorjahr) also den 4.160 Euro (4 % × 104.000 Euro)
  • – im dritten Jahr ist wiederum der ganze Wert inklusive eines Zinseszins also den 4.326,40 Euro (4 % × 108.160 Euro).

Ein Anlagebetrag mit dem Zinseszins nach den festgelegten 3 Jahren ist nun: 100.000 Euro + 4.000 Euro + der 4.160 Euro + und der 4.326,40 Euro was am Ende = 112.486,40 Euro ergibt.

Ohne einen Zinseszins

Ohne den Zinseszins würde ein Anleger jährlich nur 4.000 Euro erhalten. Dabei würden Zinsen nicht stehen gelassen werden, sondern diese würden nur ausbezahlt werden.

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