Contango in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition: Contango

Der Contango ist in gewissem Maße ein Kurszuschlag. Er entsteht dadurch, dass bei Termingeschäften der Preis für die Lieferung über dem aktuellen Kassakurs liegt.

Erläuterung

Läuft ein Geschäft länger, das heißt, dass sich die Vertragspartner, auf einen späteren Termin der Zahlung und Lieferung einigen, kann es durch verschiedene Effekte zum Contango kommen. Hier liegt der Preis in der Zukunft höher, also wird ein Aufschlag zum aktuellen Preis einberechnet. Auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wird der Preis der Ware künftig (bei Geschäftsabschluss) geringer eingeschätzt, sprechen Betribswirtschaftler von Backwardation. Contango ist das Gegenteil von Backwardation.

Termingeschäfte

Die Termingeschäfte bezeichnen ein Instrument, bei dem beide Parteien, Verkäufer und Käufer, zustimmen müssen, um gültig zu sein. Damit gehen sie eine Verbindlichkeit ein, den Geschäftsabschluss in die Zukunft zu verschieben. Grafisch dargestellt kann man sich Contango dabei als Terminkurve vorstellen die nach oben verläuft. Diese nennt sich auch Futures-Kurve. Bei Backwardation zeigt diese nach unten.

Gründe für Contango

Einen Aufschlag berechnen die Vertragspartner, wenn folgende Situationen zu erwarten sind:

  • Anstieg der Nachfrage nach einem Produkt
  • Rückgang des Angebotes
  • hohe Lagerkosten

Verlust

Ein Rollverlust ist ein Verlust, der durch Contango entsteht. Vor allem Spekulanten sind hiervon betroffen.

Zusammenfassung: Contango

  • Contango entsteht durch Termingeschäfte, bei denen der Preis der Ware beim Abschluss des Geschäftes als höher eingeschätzt wird.
  • Das Gegenteil ist Backwardation.
  • Verluste, die für Spekulanten durch Contango entstehen sind Rollverluste.

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