Der Gerichtsstand in VWL leicht erklärt + Beispiel

Ein Gerichtsstand gibt bei den Verfahren an, an was für einen Ort sich das zukünftige zuständige Gericht befindet. In den Zivilprozessen handelt es sich hier gewöhnlich um den Hauptwohnort eines Beklagten. Bei den beklagten juristischen Personen des öffentlichen Rechts wie eine Firma liegt ein Gerichtsstand normalerweise am Verwaltungssitz.

Der Sinn vom Gerichtsstand

Die Regelungen hat ein Gesetzgeber in sein Prozessordnungen vorgenommen, beispielsweise in der Zivilprozessordnung. Die Bestimmungen sollen bei allen Beteiligten für eine Klarheit sorgen. Dabei können sich die Kläger dank des Wissens sofort an die richtigen Gerichte wenden. Außerdem dienen diese Regelungen einer einfachen Handhabung und einer strukturierten Arbeit von Gerichten. Meistens ist eine Feststellung eines Gerichtsstandes eine Formsache. Ohne eindeutige Verteilung von Zuständigkeiten müssten die Gerichte zuerst aufwendig entscheiden, was für ein Gericht sich dem Verfahren annehmen muss.

Die Gerichtsstandsvereinbarungen

Alle Kaufleute und auch juristische Personen des öffentlichen Rechts können immer untereinander einen anderen Gerichtsstand vereinbaren. So ein Verfahren, welches nur in der ersten Instanz erlaubt ist, wird Prorogation genannt. Die Fälle, bei denen ein Gesetzgeber den ausschließlichen Gerichtsstand vorsieht, sind von so einer Möglichkeit ausgenommen.

Zusammenfassung für den Gerichtsstand:

• es bestimmt, welches Gericht zuständig für den Fall ist
• in den Zivilprozessen wird meistens der Wohnort oder auch der Firmensitz des Beklagten genommen
• es können auch besondere Gerichtsstände als Ausnahme gewährt werden
• es besteht ein Wahlrecht bei den nicht ausschließlichen Gerichtsständen
• bei den ausschließlichen Gerichtsständen erfolgt eine Festlegung durch den Gesetzgeber

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