Der Reingewinn in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Reingewinn gilt als eine betriebswirtschaftliche Größe. Diese betriebswirtschaftliche Größe bemisst sich als Saldo der Erträge sowie Aufwendungen aus der sogenannten Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Überwiegen die Erträge, so wird ein Gewinn buchhalterisch ausgewiesen, überwiegt ein Verlust, so wird er Verlust buchhalterisch ausgewiesen. Der Reingewinn entspricht dann hierbei dem Jahresüberschuss. Hier spricht man vom Gewinn nach Steuern.

Die Berechnung des eigentlichen Reingewinns

Alle Aufwands- sowie Ertragskonten werden bei dem Jahresabschluss über das sogenannte GuV-Konto turnusmäßig abgeschlossen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist somit in der Lage alle Erträge und auch Aufwendungen, die im Laufe des Geschäftsjahres anfallen abzubilden. Der Saldo der Seiten spiegelt infolge dessen den Reingewinn des Unternehmens wider. Überwiegen die Aufwendungen die ganzheitlichen Erträge, wird ein kritischer Jahresfehlbetrag hierbei ausgewiesen.

Die Reingewinnverwendung

Die Jahresüberschussverwendung ist bei einer Kapitalgesellschaft im sogenannten Aktiengesetz ganzheitlich geregelt. Als erstes müssen hierbei Aktiengesellschaften einen Anteil ihres erwirtschafteten Jahresüberschusses in die für sie festgelegten gesetzlichen Rücklagen einstellen, die gebildet werden müssen. Die Rücklagenbildung muss so lange erfolgen, bis 10,00% des Grundkapitals hierbei erreicht wird.

Weitere erwirtschaftete Überschüsse können hierbei dann in die sogenannten freiwilligen Rücklagen eingestellt werden. Diese können dann an die Anteilseigner ausgeschüttet oder ggf. als einen Gewinnvortrag der Folgeperiode ausgewiesen werden. Entscheidungen bezüglich der Gewinnverwendung werden hierbei üblicherweise im Rahmen der Hauptversammlung getroffen und festgelegt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat können dann auch ohne die Zustimmung der Hauptversammlung eine Einstellung einer bis zu 50 % igen Gewinnrücklagen einstellen.

Ausgehend vom Reingewinn bis hin zum Bilanzgewinn

Die Kennzahlen Jahresüberschuss sowie der Bilanzgewinn sind eng verwandt. Um jedoch ausgehend vom Jahresüberschuss eines Geschäftsjahres zu dem Bilanzgewinn zu kommen, werden zu dem generierten Jahresüberschuss sowohl der Gewinnvortrag der Vorperiode und die Kapital- und Gewinnrücklageentnahmen aus addiert sowie der Verlustvortrag und die sogenannte Einstellung in die Gewinnrücklagen wieder abgezogen.

Die Zusammenfassung zum Reingewinn

  • – Der Begriff Reingewinn ist eine reine betriebswirtschaftliche Größe, die ausschließlich im externen Rechnungswesen eine fundamentale Rolle spielt
  • – Ein Reingewinn entspricht dem errechneten Saldo aus allen Erträgen sowie Aufwendungen. Er wird im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung errechnet
  • – Die ermittelte Größe entspricht hierbei dem Jahresüberschuss</li>Der Jahresüberschuss entspricht dem Gewinn nach Steuern
  • – Der Jahresüberschuss ist eine verwandte Größe des Bilanzgewinns
  • – Bei allen Kapitalgesellschaften ist die eigentliche Gewinnverwendung vor allem im Aktiengesetz festgelegt

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