Eigenkapitalspiegel in VWL leicht erklärt + Beispiel

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Was ist der Eigenkapitalspiegel – Kurz und einfach erklärt

Im Eigenkapitalspiegel werden Änderungen innerhalb eines Geschäftsjahres wiedergegeben und es werden verschiedene Aufschlüsselungen hinsichtlich der Eigenkapitalbestände vorgenommen. Die Aufschlüsselung erfolgt insbesondere hinsichtlich der Gewinn- und Kapitalrücklagen, des gezeichneten Kapitals, des Jahresgewinns sowie der Gewinnvorträge.

Die Eigenkapitalbestandteile werden im sogenannten Eigenkapitalspiegel differenziert aufgeschlüsselt sowie man kann hieraus eine Darstellung der Veränderung innerhalb eines Geschäftsjahres erhalten. Gemäß § 297 Abs. 1 HGB (Handelsgesetzbuch) müssen alle Konzernabschlüsse den sogenannten Eigenkapitalspiegel als Element des Jahresabschlusses aufweisen. Gemäß § 264 Abs. Satz 2 HGB ist auch darauf zu achten, dass der Eigenkapitalspiegel zum Element des Firmenjahresabschlusses einer kapitalmarktorientierten KapGes. (Kapitalgesellschaft) gemacht wird.

Positionen im Eigenkapitalspiegel

Aus dem Eigenkapitalspiegel kann man alle Positionen hinsichtlich des Eigenkapitals entnehmen. Folgende einzelne Positionen sind im Eigenkapitalspiegel angegeben: Gewinn- und Kapitalrücklagen, gezeichneter Gewinn, Gewinn des Jahres sowie Gewinnvorträge.

Was muss hinsichtlich der Anfangs- sowie Endbestände der Eigenkapitalbestandteile angegeben werden?

Wenn man mit einem Eigenkapitalspiegel startet, muss man zunächst die Anfangsbestände hinsichtlich der Eigenkapitalbestände aufschreiben. Wenn es in dem Geschäftsjahr zu irgendwelchen Veränderungen hinsichtlich ein paar Positionen gekommen ist, müssen die diesbezüglichen Gründe nachstehend aufgeführt werden. Der sogenannte Eigenkapitalspiegel wird mit einer Liste hinsichtlich der Schlussbestände der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals beendet. Da auf Grund des Eigenkapitalspiegels eine Gegenüberstellung hinsichtlich der Anfangs- sowie Endbestände vorgenommen wird, hat man die Möglichkeit, die Entwicklung der Positionen des Eigenkapitals auch über mehrere Zeiträume hinweg zu prüfen und zu analysieren. Man kann den sogenannten Eigenkapitalspiegel auch Eigenkapitalsveränderungsrechnung nennen. Erfahrungsgemäß kann man hier oftmals eine matrixorientierte Abbildung der Veränderungen des Eigenkapitals vorfinden.

Eigenkapitalspiegel – kurz und kinderleicht zusammengefasst:

– Die Aufschlüsselung der Eigenkapitalsanteile wird auch Eigenkapitalspiegel genannt.

– Unternehmen sowie kapitalmarktorientiert KapGes. müssen ihrem Jahresabschluss auch einen sogenannten Eigenkapitalspiegel beifügen.

– Folgende Positionen muss man in dem Eigenkapitalspiegel angeben: Gewinn- und Kapitalrücklagen, gezeichnetes Kapital, Jahresgewinn sowie die Gewinnvorträge.

– Folgendes kann man dem Eigenkapitalspiegel entnehmen: Anfangs- sowie Endbestände der Eigenkapitalpositionen und die Anlässe der Änderungen

– Man kann ihn auch Eigenkapitalveränderungsrechnung nennen.

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