Ein Future in VWL leicht erklärt + Beispiel

Bei dem Future handelt es sich um sogenannte Termingeschäfte, welche meistens an den Börsen zum Einsatz kommen. Kaufen nun Anleger Futures, so spekulieren diese auf eine kurzfristige Entwicklung von einem bestimmten Basiswert.

Die Entstehung von Futures

Der Ursprung haben Futures nicht an den Börsen, sondern in der Landwirtschaft gemach. Das Ziel eines solchen Terminkontrakts ist es, zukünftige Geschäfte schon heute zu vereinbaren. Zum Beispiel kauft ein bestimmtes Möbelunternehmen bereits heute die 10 Tonnen Holz zu einem Preis von nur 1.000 Euro bei einem belibigen Forstunternehmen. Doch die Lieferung erfolgt erst in den nächsten 3 Monaten. Nutzen hat das Forstunternehmen indem es, schon zuvor mit einem fixen Absatz planen kann, dieses Möbelunternehmen sichert sich so gegen steigende Preise ab, wie etwa aufgrund von befürchteten Waldsterben.

So ein Prinzip wurde im Laufe der Zeit, an die Börsen übertragen. Jedoch stehen hier auch spekulative Absichten im vor allem im Vordergrund. Ein bestimmter Anleger kann damit beispielsweise heute einen bestimmten Future auf das Gold abschließen, welches gerade nur bei 1.000 US-Dollar je Unze liegt. Dieses Future berechtigt nun den Anleger, das Gold zu einem bestimmten Zeitpunkt, also in der Zukunft zu dem heutigen Preis von 1.000 US-Dollar zu kaufen. Steigt aber der Goldpreis an, macht dieser Anleger einen Gewinn, denn dieses Gold kann dann dieser für die 1.000 US-Dollar kaufen und dann auch direkt zum höheren Preis wieder verkaufen. Fällt aber der Kurs, entsteht dabei ein Verlust.

Die Merkmale von Futures

Futures verfügen über wesentliche Merkmale. Dazu gehören, Basiswerte, zum Beispiel ein Rohstoff oder eine bestimmte Aktie, genau zu bestimmen. Auch wenn die Menge von einem in der Zukunf zu beziehenden Produkt festgelegt wird. Ebenso so sind dabei die Preise fix und ebenso der Erfüllungszeitpunkt. Normalerweise verfügt dabei ein Future über eine Laufzeit von insgesamt 9 Monaten, dieses ist auch allerdings von der entsprechenden Börse abhängig.

Dabei ist zu beachten, dass Anleger einen Kaufpreis noch nicht heute zahlen, sondern erst in Zukunft. Hinterlegt muss aber eine bestimmte Margin werde, also eine gewisse Sicherheitsleistung. Normal liegen dabei die Werte bei 5% vom Handelsvolumen, aber auch können geringere oder auch höhere Sicherheitsleistungen, je nach der Marktsituation verlangt werden. Hinterlegt wird eine Margin in Form von Staatsanleihen, welche ausgesprochen hohe Bonitäten haben oder aber auch als ein Kontoguthaben. Kosten entstehen aber mit dem Future Trading. Eben anders wie bei den Optionen oder auch Zertifikaten muss ein Investor keine bestimmte Prämie an einen Emittenten zahlen.

Zusammenfassung von Futures

• Futures sind Termingeschäfte
• Mit den Futures können alle Anleger auf eine Wertentwicklung von Aktien, Indizes oder auch Rohstoffen spekulieren
• Dabei werden anders als bei den Optionen oder den Zertifikaten keine Prämie fällig

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