Emission in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Die Emission unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Ausgabe bestimmter Wertpapiere an einem nationalen Finanzmarkt. Die häufigste Form hierbei ist die Selbstemission bestimmter Kreditinstitute. Bei Unternehmen hingegen handelt es sich stets um eine Fremdemission.
Doch erfasst wird nicht nur die Ausgabe der Wertpapiere. Auch eine Platzierung an bestimmten Märkten für Geld und Kapital wird als Emission bezeichnet. Ein Synonym für den Begriff Emission stellt Begebung dar.

Inhalt und Absichten

Die große Absicht einer Emission ist das eigene oder fremde Kapital zu steigern. Hierbei wird das Eigenkapital durch eine Ausgabe der Aktien im Rahmen eines Gangs an die Börse erhöht. Die Erhöhung des Fremdkapitals erfolgt nicht mithilfe von Ausgabe von Aktien, sondern mit der Ausgabe von Schuldverschreibungen. An einer Emission sind häufig mindestens ein Kreditinstitut beteiligt. Dies ist ausnahmsweise entbehrlich, wenn das Unternehmen, welches die Emission durchführt selbst ein Kreditinstitut ist. Gängig ist auch die Zuhilfenahme eines Zusammenschlusses von Unternehmen, welcher als Emissionskonsortium bezeichnet wird.

Der Gang an die Börse

Sollte ein Unternehmen beschließen, den Gang an die Börse zu wagen, wird hierbei zum aller ersten Mal die Emission von Aktien durchgeführt. Mithin handelt es sich hierbei um eine Art Neu-Emission. Die Ursachen, die ein Unternehmen zum Gang an die Börse bewegen, können vielfältig sein. Selbstverständlich ist der wichtigste Grund für einen Gang an die Börse das erwirtschaften neuer finanzieller Mittel, die aus dem Aktienkauf resultieren.

Die Emission – ein Beispiel

Viele erinnern sich sicherlich noch an den Börsengang des social media Giganten Facebook. Dieser fand am 18.05.2012 statt. Die Einnahmen stiegen schnell und erreichten in etwa 16 Milliarden US Dollar. Es folgte eine Bewertung auf sage und schreibe 104 Milliarden US Dollar.

Das sogenannge „Bookbuilding“

Als Bookbuilding wird die derzeit gängigste Form einer wirtschaftlichen Emission bezeichnet, die von Unternehmen angewandt wird. Ziel ist hierbei die Preisbildung von Wertpapieren. Inhalt des Bookbuildings ist eine Preisbildung bzgl. der Aktie, die, vor dem Börsengang, durch verschiedenste Umfragen bei Interessenten stattfindet. Der sogenannte „Book-Runner“ holt die Vorstellungen der Interessenten ein und leitet sie weiter an das Unternehmenskonsortium oder das entsprechende Kreditinstitut, das die Emission begleitet. Ist diese Phase der Planung und Kalkulieren beendet, findet die schlussendliche Preisbildung bezüglich der Emission statt, die dank des Book-Renners außerordentlich marktorientiert ist.

Emission – kurz und knapp

Die Emission bezeichnet die Ausgabe Aktien und anderer Wertpapiere. Das alles überstrahlende Ziel ist die Aufnahme fremden oder eigenen Kapitals. Vermehrung des Eigenkapitals wird mit einem Börsengang, Vermehrung des Fremdkapitals durch emittierte Schuldverschreibungen erreicht. Die bevorzugte Vorgehensweise nennt sich „Bookbuilding“.

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