Emissionshandel in VWL leicht erklärt + Beispiel

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Definition

Als Emissionshandel wird ein Kontrollorgan bezeichnet, welches die Verringerung der jährlich ausgestoßenen Schadstoffe intendiert. Der neu eingeführte Emissionshandel hat dafür gesorgt, dass Unternehmen eine Emissionssenkung als äußerst attraktiv ansehen. Hält sich ein Unternehmen nicht an die vorgegebenen Grenzen, kommen die daraus resultierenden Sanktionen diversen Umwelt- und Klimaschutz zuträglichen Organisationen zugute. Beispielsweise wurde im Jahre 1997 im Rahmen der Klimaschutzkonferenz in Kyoto Handelsrechte mit Emissionen erlaubt. In der EU ist dies mittlerweile auch möglich.

Folge war, dass ein gewisser Emissionsausstoß Kosten mit sich bringt. Umfasst wurden von der Regelung explizit Treibhausgase. Eine Emission solcher Gase darf lediglich geschehen, wenn das Unternehmen eine entsprechende Emissionserlaubnis innehat.

Funktionsweise des Emissionshandels

Die Funktionsweise ist relativ leicht erklärt. Möchte ein Unternehmen im Rahmen ihrer Arbeit Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre abgeben, muss es sich dieses Recht zunächst erkaufen. Die Berechtigungen werden in Form von Zertifikaten ausgegeben. hierbei entspricht ein Zertifikat der Emissionsberechtigung für eine Tonne Kohlenstoffdioxid. Die EU reguliert durch eine jährlich sinkende Vergabe von entsprechenden Zertifikaten dafür, dass die Emissionen Jahr für Jahr sinken. Hierbei reguliert die EU die Menge der Vergaben und die Privatwirtschaft die Preise für ein Zertifikat. Es entsteht eine Art Handel um entsprechende Zertifikate. Unternehmen, die überschüssige Zertifikate besitzen, können diese an andere Unternehmen verkaufen. Hierbei sind , börsentypisch, häufig Preisschwankungen zu beobachten.

Wer muss teilnehmen?

In aller erster Linie sind Unternehmen verpflichtet, die Industrie betreiben, welche mit Feuerungsanlagen arbeiten, deren Wärmeleistung 20 Megawatt überschreiten. Doch auch Produktionsanlagen, die auf einer energieintensiven Industrie basieren (Stahlwerk, Zementwerk, Flughafen) stehen in der Pflicht.

Jedes Unternehmen steht in der Pflicht die jährlich aufkommenden Emissionswerte an die sogenannte deutsche Emissionshandelsstelle zu melden. Die Folge bei einer Überschreitung der durch die Zertifikate erlaubten Maximal-Emission ist eine Zahlung von Sanktionen die Folge.

Emissionshandel – kurz und knapp

Jedes Unternehmen, das ein Mindestmaß an Emissionen (20 Megawatt) ausscheidet ist dazu verpflichtet entsprechende Zertifikate zu erwerben. Hierbei gibt die EU eine maximale Emissionsmenge pro Jahr vor. Die Unternehmen können untereinander mit den erforderlichen Zertifikaten handeln.

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