Gewerbebezeichnung auswählen – worauf achten?

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Jeder der beim Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden will muss die entsprechende Gewerbebezeichnung nennen. Gewisse Berufszweige unterliegen einer Zulassungsbeschränkung bei der Gewerbeanmeldung. Dazu zählen als Beispiel Makler, Versicherungsmakler, das Bewachungsgewerbe oder Spielbanken. Für handwerkliche Berufe ist die Zulassungsbeschränkung in der Handwerksordnung (HwO) geregelt. Grundsätzlich gibt es da zwei unterschiedliche Kategorien:

  • – Genehmigungs- und erlaubnispflichtige Gewerbe: Diese erfordern bestimmte Qualifikationen
  • – und freie Gewerbe.

Grundsätzlich muss jedes Gewerbe angemeldet werden und auch richtig bezeichnet werden.

Der Sinn, warum ein Gewerbe angezeigt werden muss, ist das die Gewerbeaufsichtsbehörde weiß wer was wo macht und ob bestimmt Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Wird eine falsche Gewerbebezeichnung angegeben, kann das weitreichende finanzielle Konsequenzen haben, wie z.B.:

Gibt ein „Fotobearbeiter“ sich bei der Gewerbeanmeldung als Fotograf aus, so landet er damit in der Handwerkskammer, zahlt Mindestbeträge in Rentenkasse, wird nicht in die Künstlersozialkasse aufgenommen und völlig unnötig blutet finanziell aus. Auch bei anderen Berufen gilt: Zuerst sorgfältig prüfen und mit einem Fachmann reden.
Auch drohen bei einer falschen Gewerbebezeichnung Strafen, die man durch die richtige Beratung schnell vermeiden kann.

Wo findet man die richtige Gewerbebezeichnung

Es gibt beim Gewerbeamt und bei der IHK Listen die Auskunft darüber geben, wie man ein entsprechendes Gewerbe bezeichnet und was diese Bezeichnung umfasst. Auch im Internet gibt es viele Quellen, unter denen man nachlesen kann, welche Form von Gewerbebezeichnungen es gibt. Generell sollte man sich fachkundig beraten lassen, bevor man ein Gewerbe anmeldet. Denn eine Gewerbeanmeldung kann sich in manchen Fällen auch als unwirtschaftlich erweisen. In vielen Fällen lohnt es sich auch drüber nachzudenken, ob man nicht seine Tätigkeit als „Freiberuflich“ ausübt. In manchen Fällen sind auch mehrere Gewerbebezeichnungen sinnvoll um bestimmte Missverständnisse in seiner Tätigkeit zu vermeiden. Denn das Gewerbeamt ist befugt Informationen die das Gewerbe betreffen an:

  • – die Industrie- und Handelskammer
  • – die Handwerkskammer
  • – die für den Immissionsschutz zuständige Landesbehörde
  • – die für den technischen und sozialen Arbeitsschutz,  zuständige Landesbehörde
  • – das Eichamt
  • -die Bundesagentur für Arbeit
  • – die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung e. V ausschließlich zur Weiterleitung an die zuständige Berufsgenossenschaft
  • – die Behörden der Zollverwaltung zur Wahrnehmung der ihnen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
  • – das Registergericht, soweit es sich um die Abmeldung einer im Handels- und Genossenschaftsregister eingetragenen Haupt- oder Zweigniederlassung
  • – die statistischen Ämter der Länder zur Führung des Statistikregisters
    Weiter zugeben. Daher sollte man sorgfältig auswählen wie man sein gewerbebezeichnet um sich Unannehmlichkeiten und auch zu hohe Abgaben zu ersparen.

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