Skip to content
Home » BWL » Finanzen in BWL/VWL » Mindestlohn: ist das Brutto oder Netto?

Mindestlohn: ist das Brutto oder Netto?

2015 wurde der gesetzliche Mindestlohn in der Höhe von 8,50 Euro eingeführt. Er ist 2017 auf 8,84 Euro gestiegen. Viele Menschen sind nicht sicher ab sie das Geld aus dem Mindestlohn brutto oder netto verdienen. Wir klären Sie hier darüber auf.

Der Mindestlohn ist immer brutto

Der Mindestlohn beträgt 2017 8,84€ brutto und er wird pro Stunde bezahlt.
Wer einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht muss auf diesen Betrag anteilig Steuern und andere Pflichtbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen.

Zu den zu zahlenden Steuern zählt die Einkommenssteuer, die Kirchensteuer und auch der Solidaritätszuschlag. Die Höhe der zu zahlenden Steuern hängt von der Steuerklasse des Arbeiters ab. Mit einem Gehaltsrechner kann jeder online detailliert ausrechnen, was für ein Netto-Gehalt nach Abzug aller Beierten und Steuern übrig bleibt und auf dem Konto erscheinen wird.

Wer einem Minijob nachgeht, erhält die 8,84 € auch brutto pro Stunde bezahlt. Der Arbeitgeber aber führt pauschal Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung ab. Der Mittarbeiter selbst zahlt außer Beiträgen zur Rentenversicherung keine anderen Versicherungsbeiträge oder Steuern auf den verdienten Betrag. Als Mitarbeiter können sie sich jedoch jederzeit von Rentenversicherungspflicht in einem Minijob befreien lassen. Ist das geschehen erhalten Sie 8,84 € Mindestlohn ohne jegliche Abzüge ausgezahlt.

Mindestlohn ab dem Jahr 2022

Der Mindestlohn steigt im Jahr 2022 in Staffeln. Der gesetzliche Mindestlohn wurde für das 1. Halbjahr 2022 auf einen Betrag von 9,82 festgelegt. Ab Juli 2022 beträgt der Mindestlohn 10,45 Euro. Die dritte Erhöhung des Mindestlohns erfolgt ab dem 1. Oktober 2022. Ab diesem Zeitraum wird der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro angehoben. Sie finden im Internet Mindestlohnrechner, mit denen Sie den Brutto-Monatslohn anhand des Stundenlohns und der Gesamtarbeitszeit pro Monat berechnen können. In der Regel werden in den Onlinerechnern die Wochenarbeitsstunden angegeben und das Ergebnis wird auf die Gesamtarbeitszeit im Monat bezogen. Sie können auch über das Monatsgehalt, das Sie als Bruttogehalt erhalten, den Stundenlohn berechnen. Der Vorteil von Mindestlohnrechnern gegenüber anderen Gehaltsrechnern ist, dass auch die Mindestlohndifferenz angezeigt wird. Sie erhalten einen Überblick, wie weit Sie vom Mindestlohn beim Bruttogehalt entfernt sind und ob Sie mehr als den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten oder weniger. Die Onlinerechner sollten selbstverständlich auf den gesetzlich festgelegten Mindestlohn aktualisiert werden. Ob die Rechner mit dem aktuellen Mindestlohn für 2022 arbeiten, das sollte auf den jeweiligen Onlineseiten angegeben sein.

Zusammenfassung Mindestlohn 2022:

Im Jahr 2022 liegt der gesetzliche Mindestlohn bis einschließlich Juni 2022 bei 9,82 Euro. Ab dem 1. Juli 2022 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 10,45 Euro angehoben. Dieser gilt bis einschließlich September 2022. Ab dem 1. Oktober 2022 wird der Mindestlohn bei 12 Euro liegen. Diese Angaben des Mindestlohns sind als Bruttoangaben zu verstehen. Welchen Stundenlohn Sie brutto erhalten, das können Sie über Ihre Gehaltsabrechnung nachvollziehen. Sie können auch einen Mindestlohnrechner online nutzen, um den Stundenlohn brutto zu errechnen. Achten Sie auf die Brutto- und Nettoangaben in der Gehaltsabrechnung. Vom Bruttolohn werden, je nach Beschäftigungsform nicht nur Steuern, sondern auch Sozialabgaben abgezogen. Nicht nur der gesetzliche Mindestlohn wird im Jahr 2022 verändert. Auch die Minijob-Entgeltgrenze wird ab dem 1. Oktober auf 520 Euro angehoben.

Hat dir der Beitrag gefallen?