Nachschusspflicht in VWL leicht erklärt + Beispiel

Eine Nachschusspflicht besteht für Gesellschafter, die aufgrund eines Vertrages oder Gesetzes Verluste ausgleichen oder Eigenkapital nachschießen müssen. Eine mögliche Vereinbarung kann in der Satzung bzw. im Gesellschaftsvertrag getroffen werden und eine Nachschusspflicht bis zur Haftsumme oder ohne Beschränkung beinhalten.

Üblicherweise erfolgt die Festsetzung der Nachschusspflicht anhand der Anteile. Ist die Höhe der zukünftigen Nachschusspflicht nicht absehbar, hat der GmbH-Gesellschafter ein Abandonrecht. Das bedeutet, dass er seinen Geschäftsanteil zur Verfügung stellen kann, wenn er nicht bezahlen will oder dazu nicht in der Lage ist.

Im Falle eines Lombardeffektkredites zur Vorfinanzierung von Wertpapieren obliegt dem Kreditnehmer eine Nachschusspflicht in Höhe des Depotwertes.

Nachschusspflicht – Übersicht

  • Gesellschafterpflicht zur Erhöhung des Eigenkapitals oder zum Verlustausgleich
  • Gesetzlich oder vertraglich vereinbart
  • Abandonrecht: Bereitstellung des Gesellschaftsanteils

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