Neoliberalismus in VWL leicht erklärt + Beispiel

Neoliberalismus (griech. neos = neu, lat. liberalis = die Freiheit betreffend) steht in etwa für „neue Freiheit“.

Es handelt sich dabei sowohl um einen ökonomischen als auch politischen Begriff, der erstmals vom französischen Wirtschaftswissenschaftler Bernard Lavergne am Colloque Walter Lippmann geprägt wurde. Als Neoliberalismus wird eine Antithese zum Kapitalismus und zum Kommunismus bezeichnet, die den beiden letztgenannten deutlich ablehnend gegenübersteht. Sie besagt, dass ein staatlicher Eingriff in die Wirtschaft nur dann erfolgen soll, wenn dieser großer Schaden droht.

Deutscher Neoliberalismus

In Deutschland wurde der Neoliberalismus in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts populär. Dabei stellte er einen der wichtigsten Grundsteine der sozialen Marktwirtschaft dar, in der er später aufging.

In den 70er Jahren kam der Begriff erneut auf, war jedoch negativ konnotiert. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wurde er mit der Abschaffung einer sozialen Absicherung und der Konzentration auf eine freie Wirtschaft gleichgesetzt.

Heutige Verwendung des Begriffs

Die heutige Verwendung des Begriffs hat nur noch wenig mit seinen Anfängen gemein. Meist wird er in Kritiken an liberalen Staatsaktivitäten eingesetzt, die eine Verschiebung hin zum Markt zur Folge haben. Ein Beispiel für eine typische Verwendung ist die Reaktion auf eine Reduzierung der Staatsquote, auf Privatisierungen im Allgemeinen oder auf eine Deregulierung des Kapitalverkehrs.

Neoliberalismus – Übersicht

  • Staatlicher Eingriff in die Wirtschaft nur dann, wenn großer Schaden droht
  • Ursprünglich dritter Weg neben Kapitalismus und Kommunismus
  • Heutzutage: Politischer Kampfbegriff

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