Neuemission in VWL leicht erklärt + Beispiel

Im Zuge einer Neuemission erhält der Emittent liquide Mittel als Gegenzug der Bereitstellung weiterer Wertpapiere. In der Wirtschaftsberichterstattung taucht der Begriff meist im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen oder Erstnotierungen (IPO, initial public offering) auf.

Ablauf einer Neuemission

Neuemissionen werden unter anderem zum Zweck der Ausweitung der Geschäftstätigkeit, von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten oder dem Unternehmenserwerb durch den Gründer durchgeführt. Für all diese Tätigkeiten werden liquide Mittel benötigt, die durch die Ausgabe neuer Aktien in das Unternehmen fließen.

Wirtschaftliche Bedeutung von Neuemissionen

Neuemissionen stehen häufig für die freudige Erwartung eines zukünftigen Wachstums. Um eine Kaufentscheidung zu treffen, bietet sich eine Gegenüberstellung des Emissionskurses mit dem Jahresgewinn an. Diese Relation ist dem KGV ähnlich und kann für einen Branchen- oder Marktvergleich herangezogen werden.

Festverzinsliche Wertpapiere werden laufend von großen Unternehmen und der öffentlichen Hand neu ausgegeben. Oftmals dienen sie lediglich der Bedienung fälliger, vergangener Emissionen und bleiben – auch aufgrund ähnlicher Renditen – daher von der Öffentlichkeit großteils unbemerkt. Dennoch können derartige Neuemissionen, vor allem von Staaten, eine große Anzahl an Milliarden Euro beinhalten.

Neuemission – Übersicht

  • Beschaffung liquider Mittel durch die Ausgabe von Wertpapieren
  • Stehen häufig für die Hoffnung auf einen Aufschwung
  • Aktienemissionen sind publikumswirksamer als Anleihenemissionen

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