Sonstige Einkünfte im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter sonstigen Einkünften?

Sonstige Einkünfte sind in § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7, in Verbindung mit § 22 EStG genau geregelt und aufgelistet. Sie zählen zu den Überschusseinkünften in den 7 bekannten Einkunftsarten.

Zu den sonstigen Einkünften zählen:

  • Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen, wie Renten (§ 22 Nr. 1 EStG). Dies schließt Gehälter, welche aus nichtselbstständiger Arbeit erwirtschaftet wurden nicht mit ein. Diese werden in § 19 EStG geregelt.
  • Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften, wie z.B.: dem Verkauf von Kunstwerken, Grundstücken, usw. Der Verkauf von Wertpapieren fällt seit 2009 nicht mehr unter diese Einkünfte. Es gilt eine Freigrenze von bis zu 600 €.
  • Einkünfte aus sonstigen Leistungen, wie z.B.: Einkünfte aus gelegentlicher Vermittlung oder aus der Vermietung von beweglichen Gegenständen, wie z.B.: der gelegentlichen Vermietung eines PKW durch einen Privatier. Die jährliche Freigrenze liegt in diesem Fall bei 256 €.
  • Abgeordnetenbezüge (dies gilt sowohl für Zahlungen nach dem Abgeordnetengesetz als auch für Einkünfte von Mitgliedern des Europaparlaments)
  • Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen, Pensionskassen, Pensionsfonds oder Direktversicherungen. Im Unterschied zur gesetzlichen Rente darf hier kein prozentual ermittelter und steuerfreier Betrag abgezogen werden.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here