Stop Loss in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition & Erklärung: Stop Loss

Sobald der aktuelle Aktienkurs einen bestimmten Mindestkurs, der vom Anleger festgelegt wurde, erreicht hat, wird der Verkaufsauftrag bestmöglich verkauft. Die Order kann dazu verwendet werden, bestehende Longpositionen zu schließen, wenn der Kurs nicht mehr steigt, sondern unter eine angegebene Schwelle fällt. Wenn es sich um eine unlimitierte Order handelt, kann der Stopp auch unterhalb des Stopp-Kurses ausgeführt werden. Mit einer Stop-Loss-Order wird verhindert, dass ein Großteil des Kapitals verloren geht. Durch eine Stop-Loss-Order werden Verluste minimiert und die Gewinne abgesichert.

Wie wird eine Stop-Loss-Order gesetzt?

Das erfolgt über einen Verkaufsauftrag mir dem Orderzusatz „Stop Loss“. Man muss einen maximalen Verlust, den man bereit ist, in Kauf zu nehmen, möglichst über eine vorhergehende genaue Chartanalyse spezifizieren. Zum Beispiel ist der Trend einer Aktie oder die Volatilität der Bewegungen von Wichtigkeit. Wird zum Beispiel ein ausgebildetes Tief bei gekauften Aktien einmal überschritten, kann das ein Anzeichen für einen kommenden Trendwechsel sein. Dann empfiehlt sich, sicherheitshalber zu verkaufen und den Trend zu beobachten. Die Stop-Loss-Order sollte dann knapp unter dem deutlichen Tief der Aktie gesetzt werden.

Trailing-Stop

Das Nachziehen einer Stop-Loss-Order ist für die Kursanpassung wichtig. Nach alter Börsenregel sollten Positionen, die im Gewinn sind, nicht mehr in den Verlust laufen. Die Stop-Loss-Oder sollte dann höchstens auf den ursprünglichen Kaufbetrag gesetzt werden. Sinnvoll ist außerdem, noch nicht realisierte Gewinne abzusichern. Wenn eine Aktie nach einem Kauf gestiegen ist, sollte der Kurs nachgezogen werden, um den Gewinn zu sichern. Man kann auch beim Nachziehen die absolute oder prozentuale Methode verwenden oder das Stop-Loss-Niveau zum Beispiel 10 % unter dem aktuellen Kurs setzen. Man sollte aber niemals den Stop-Loss einer Longaktie nach unten anpassen, denn dadurch würde man seine selbst gesteckten realisierbaren Gewinne wieder aufgeben.

Beispiel

Es wurden zum Beispiel 100 Aktien zu je 20 Euro gekauft. Wenn die selbst festgesetzte Grenze des Verlustes pro Aktie höchstens 3 Euro ist, dann wird ein Stop-Loss-Verkaufsauftrag für die 100 Aktien auf den Kurs 17 Euro gesetzt. Man kann auch eine prozentuale Absicherung vornehmen. Zum Beispiel bedeutet ein Verlust von kalkulierten 10 Prozent, eine Stop-Loss-Order bei 18 Euro zu setzen.

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