Vorschusszinsen in VWL leicht erklärt + Beispiel

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Von Vorschusszinsen spricht man, wenn der Kunde einer Bank von seinem Konto mehr Geld abheben möchte, als auf seinem Konto zur Verfügung steht. Hat der Kunde seinen Sparvertrag nicht gekündigt, dann bestimmt die Bank die volle Kündigungsfrist für den Zeitraum der entstandenen Vorschusszinsen. Ist die Kündigung eingetreten, so wird lediglich der Zeitraum zum Ende der Kündigungsfrist herangezogen. Beim Sparbuch gibt es eine gesetzlich geregelte Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Höhe des Vorschusszinses wird im Vertrag geregelt und beträgt dabei den Bruchteil des Guthaben Zinssatzes.

Welchen Freibetrag gibt es bei dem Vorschusszins?

Wenn ein Kunde eine Sparanlage bei einem Kreditinstitut hat, dann gibt es immer einen festen monatlichen Freibetrag über diesen der Kunde monatlich verfügt. Gehen wir davon aus, dass der Kunde einen monatlichen Freibetrag von 3.000 Euro hat. Überschreitet der Kunde diese 3.000 Euro, dann muss er mit den sogenannten Vorschusszinsen rechnen. Ebenfalls, wenn der Kunde nach mehreren Bezahlungen oder Barabhebungen die 3.000 Euro im Monat überschreitet, wird eine Vorschusszins erhoben.
Mit den Vorschusszinsen muss der Kunden nicht rechnen, wenn er am 30. Juni über 2.500 Euro verfügt und am 1. Juli nochmals über 3.000 Euro. Einige Banken erheben den Vorschusszins in Höhe des Viertels des Guthaben-Zinssatzes. Es gibt auch Banken, die den Vorschusszins auf die Hälfte des Guthaben-Zinssatzes erheben.

Beispielsfall:

Möchte ein Kunde von seinem Konto zum Beispiel 6.000 Euro abheben und er verfügt nur über einen monatliches Guthaben von 3.000 Euro, dann muss er mit 3.000 Euro Differenzbetrag rechnen. Auf diesen Differenzbetrag kommen die sogenannten Vorschusszinsen drauf. Gehen wir davon aus, dass der Vorschusszins bei 0,5 Prozent liegt, dann muss man 3.000 Euro * 0,5 Prozent * 90 Tage / 360 Tage rechnen. Es ergibt sich ein Betrag des Vorschusszinses in Höhe von 3,75 Euro. Diesen Betrag muss man bezahlen, bzw. dieser Betrag wird von dem Sparkonto des Kunden abgebucht.

Zusammenfassung:

– Man kann den Vorschusszins auch als Strafzins bezeichnen, da wenn man den vertraglich festgelegten monatlichen Betrag überschreitet, mit der Bezahlung der Vorschusszinsen rechnen muss.

– Sparbücher sind mit einer gesetzlichen Kündigungsfrist von 3. Monaten angesetzt.

– Die Vorschusszinsen machen 1/4 oder 1/2 der gezahlten Zinsen aus.

– Oftmals liegt der Freibetrag auf den keine Vorschusszinsen anfallen bei 2.000 Euro im Monat.

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