Was ist ein Bilanzstichtag? – Erklärung & Beispiel

Der Bilanzstichtag ist, laut Rechnungswesen, der letze Tag eines Unternehmens, der einen angegeben Turnus wirtschaftlich beendet. Hierbei werden alle in diesem Turnus liegenden Tage in die Schlussbilanz eingerechnet.

Basis für die Bilanz bzw. des Jahresabschlusses ist das Datum des Bilanzstichtages. Es gilt also demnach das Stichtagesprinzip. Er stellt somit eine Minderung des Ermessungsspielraumes bei der Bilanzerstellung dar.

Der Sinn ist die Erfolgsermittlung einer Periode. Auch wenn nur einen Tag später ein Ereignis eintreten würde, was ergebnisrelevant wäre, so bliebe die zurückliegende Periode unberührt. Des Weiteren muss am Bilanzstichtag zwingend eine Inventur erfolgen. Diese kann bis zu 10 Tage vorher oder aber auch im Nachhinein aufgenommen worden sein bzw. aufgenommen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass der genaue Bestand am Stichtag ermittelt werden kann.

Der Stichtag ist nicht genau festgelegt. Es muss also nicht zwangsläufig der 31.12. sein. Das Gesetz legt nur fest, dass 12 Monate nach Ablauf des letzten Bilanzstichtages der neue Bilanzstichtag liegt. Dieser Tag muss also zwangsläufig immer der selbe sein. Das Handelsrecht lässt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen zu. Zum Beispiel ist dies der Fall, falls in einem Konzern bereits verschiedene Bilanzstichtage feststehen aber aufgrund der Vereinheitlichung diese nun zusammengefasst werden. Hier muss der Stichtag der der Muttergesellschaft sein. Unterscheiden muss dabei die Bilanzaufstellung, welche vorbereitet werden muss und auch Ereignisse, die nach dem Stichtag sind, berücksichtigen kann.

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