Was ist ein Optionsschein? – Erklärung & Beispiel

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Definition Optionsschein

Der Optionsschein ist ein Handelsinstrument. Optionsscheine gehören zur Gruppe der innovativen Finanzprodukte, die auch Derivate genannt werden. Ursprünglich wurden Optionsscheine von Unternehmen mit Optionsanleihen herausgegeben. Heute werden Optionsscheine ohne Anleihen von Banken verkauft. Optionsscheine sind außerdem mit binären Optionen verwandt. Der Kurs- und Werterstellung eines Optionsscheins liegt der Basiswert, der Basispreis, die (Rest-)Laufzeit und das Bezugsverhältnis zugrunde. Im Gegensatz zu Optionen sind Optionsscheine Wertpapiere mit dem Recht auf Kauf oder Verkauf.

Der Preis des Optionsscheins

Der Preis setzt sich aus dem inneren Wert und aus dem Zeitwert zusammen. Der innere Wert wird vom aktuellen Kurs des Basiswertes und Basispreises bestimmt. Bei einem Call ergibt sich folgende Berechnung:

  • Innerer Wert (Call) = (Kurs des Basiswerts – Basispreis) x Optionsverhältnis
  • Bei einem Put ergibt sich eine genau gegenteilige Berechnungsformel:
  • Innerer Wert (PUT) = (Basispreis – Kurs des Basiswerts) x Optionsverhältnis
  • Der Zeitwert einer Option ergibt sich aus:
  • Zeitwert = Optionsscheinpreis – Innerer Wert

Die Einflussfaktoren auf den Optionsscheinpreis sind der Kurs des Basiswertes, der Basispreis, die Laufzeit, die Volatilität, die Zinsen und die Dividenden.

Vermögensanlage in Optionsscheinen

Mit Optionsscheinen erwirbt man das verbriefte Recht auf Verkauf oder Kauf eines Bezugswertes. Festgelegt wird vorher

  • der Bezugswert
  • die Bezugsfrist
  • das Bezugsverhältnis
  • der Preis (Basispreis)
  • das Recht auf Kauf (Call) oder Verkauf (Put)

Bezugswerte sind Aktien, Rohstoffe, Währungen, Anleihen oder Indizes. Der amerikanische Optionstyp legt das Recht innerhalb einer festen Bezugsfrist ein, beim europäischen Optionstyp gilt das Recht nur zum Ende der Bezugsfrist.

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