Was ist ein Pfändungsbeschluss? – Erklärung & Beispiel

Ist eine Pfändung gerichtlich beschlossen worden, so werden die Bankkonten eines Kunden eingefroren. Gepfändet werden kann außerdem auch ein Bestand an Wertpapieren.

Dann sind Pfändungsbeschlüssen erforderlich

Wenn ein Kunde etwas gekauft hat, so steht er in der Schuld, den fälligen Betrag innerhalb einer bestimmten Frist zu bezahlen. Geschieht dies nicht, ergehen in der Regel zunächst Mahnungen. Die Handhabung bei Banken ist meist identisch, wenn Kredite nicht mehr bedient bzw. Raten nicht mehr bezahlt werden.

Zeigt auch ein eingeleitetes Mahnverfahren keine Wirkung, so kann über ein Gericht eine Zwangsvollstreckung veranlasst werden.

Wenn die Gefahr besteht, dass ein Guthaben auf einem Konto oder ein Depot vom Kunden selbst ausgezahlt und „weg geschafft“ wird, so wird häufig eine Pfändung vorgenommen. Der Schuldner hat dann keine Verfügung mehr über sein Depot bzw. sein Konto. Das Guthaben wird eingefroren.

Was darf gepfändet werden?

Gesetzlich ist es in Deutschland untersagt, dass das komplette Vermögen einer Person gepfändet wird. Egal wie hoch die Schulden sind: Es muss immer ein kleiner Betrag übrig bleiben, über den die Person trotz der Umstände verfügen kann. Dieser ist nötig, um den Alltag zu finanzieren, Lebensmittel und Miete zu bezahlen. Dieser Freibetrag liegt derzeit bei 1200 Euro netto.

Dennoch muss das Konto umgewandelt werden und kann kein gewöhnliches Girokonto bleiben. Es entsteht ein so genanntes Pfändungsschutzkonto, das zur Aktivierung des Freibetrags nötig ist.

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