Was ist ein Werteverzehr? – Erklärung & Beispiel

Waren werden überwiegend gekauft, damit sie benutzt werden können. Durch die Benutzung eines Produktes kommt es zu einer Abnutzung, die einen Wertverlust nach sich zieht. Unternehmen können diesen Verlust als Werteverzehr abschreiben.

In einigen speziellen Fällen tritt die Minderung des Wertes eines Produktes bereits ein, wenn man sich in bloßem Besitz befindet. So verliert ein Auto schon bei der bloßen Zulassung einen großen Wert – ohne, dass es tatsächlich abgenutzt wurde. Es würde sich trotzdem von nun an zu einem deutlich geminderten Wert weiter verkaufen lassen und das muss in der Bilanz auch so erfasst werden.

Aber auch alle denkbaren Produkte im laufenden Betrieb wie Drucker, Telefone, Maschinen und Anlagen werden abgenutzt und verlieren auf diese Weise an Wert.

Werteverzehr folgt festen Regeln

Der Werteverzehr bzw. die damit einher gehende Abschreibung richtet sich aber in der Praxis nicht danach, wie hoch der tatsächlich zu erzielende Verkaufspreis wäre. Abgeschrieben darf nur ein fest definierter Prozentsatz pro Jahr. Der wahre Wert, den ein Produkt noch hat, hängt oft aber auch vom Zufall ab: Der tatsächlich zu erzielende Verkaufspreis hängt auch davon ab, ob der richtige Käufer gefunden wird, der zur richtigen Zeit das sucht, was man selbst gerade verkaufen möchte. Und das ist nicht messbar.

Immer weniger Wert hat ein „altes“ Produkt auch alleine schon deshalb, weil es nicht mehr dem neuesten technischen Stand entspricht, also nicht nur, weil es tatsächlich abgenutzt wird.

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