Was ist eine Pfändungsfreigrenze? – Erklärung & Beispiel

Vermögen und Einkommen können gepfändet werden, wenn eine private Insolvenz beantragt wird. Das kann Privatpersonen passieren, wenn sie plötzlich arbeitslos geworden sind und ihre Schulden nicht mehr begleichen können. Ihr Einkommen soll dann fremdbestimmt verwaltet werden. Auf diese Weise verliert der Schuldner die Rechte an seinem eigenen Konto und dessen Eingänge bzw. Bestand wird für die Rückzahlungen an die Gläubiger eingesetzt.

Allerdings darf nicht das gesamte Einkommen gepfändet werden und es muss ein Freibetrag verbleiben, der den Lebensunterhalt der Schuldner sichert. Dieser Wert wird als Pfändungsfreigrenze bezeichnet.

Gesetzlich ist die Pfändung und dem vorgeschriebenen Freibetrag in § 850 ZPO geregelt.

So hoch ist die Freigrenze

Der exakt Wert hängt unter anderem vom Nettolohn ab und von der Anzahl der eigenen Kinder, die noch unterhaltspflichtig sind.

Seit 2017 gilt die absolute Pfändungsfreigrenze. Sie beträgt 1139,99 Euro. Wenn ein Schuldner nun weniger verdient, so steht den Gläubigern von seinem Einkommen überhaupt nichts zu, denn dieser Betrag wurde als jener festgelegt, der einem überschuldeten Person mindestens zur Verfügung stehen muss.

Das Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz passt diesen Wert alle zwei Jahre entsprechend der Inflation neu an.

Alles Einkommen, was darüber liegt, ist hingegen voll pfändbar, muss aber angepasst werden, wenn unterhaltspflichtige Kinder vorhanden sind.

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