Was ist eine Prozesskostenrückstellung? – Erklärung & Beispiel

Knapp und einfach definiert

Bei den Prozesskostenrückstellungen handelt es sich um eine Form der Rückstellung, die das Unternehmen bilden kann, wenn es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Prozess kommen wird, dieser aber als nicht verloren gilt. Das heißt, dass der Fall in der aktuellen Bilanz rückgestellt wird und im nächsten Jahr erst gebucht wird.

Jedes Unternehmen kann in die Situation kommen, eine Prozesskostenrückstellung bilden zu müssen. Das Finanzamt muss Rückstellungen bis zu einem gewissen Grad akzeptieren, jedoch ist es schwierig in einem solchen Fall das genaue Ausmaß zu definieren. Die Höhe der Kosten kann schlecht eingeschätzt werden, dadurch kommt es oft zu verschiedenen Beurteilungen von Unternehmen und dem Finanzamt.

Die drohenden Verluste, die durch ein Verfahren entstehen, können nur bis zum Zeitpunkt des Urteils geltend gemacht werden. Dabei ist es wichtig, dass der Zeitpunkt der Entstehung noch im gegenständlichen Geschäftsjahr liegt. In welchem Rahmen steuerrechtlich veranschlagt werden darf, muss gründlich geprüft werden. In jedem Fall dürfen aber die bereits entstandenen Kosten des Verfahrens einbezogen werden.

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