Was ist eine Tochtergesellschaft? – Erklärung & Beispiel

Die Tochtergesellschaft ist meist eine Kapitalgesellschaft, eine AG oder GmbH, die von einer Muttergesellschaft ins Leben gerufen wurde. Dabei fließen die Gewinne in das Mutterunternehmen. Gesetzlich geregelt ist diese Unternehmensform im § 290 I 1 HG.

Die Tochtergesellschaft besitzt zwei entscheidende Merkmale: Sie ist zum einen ein eigenständiges Rechtssubjekt, das heißt sie kann im eigenen Namen handeln und verpflichten. Zum anderen ist sie aber wirtschaftlich von ihrer Muttergesellschaft abhängig. Das bedeutet, dass alle Entscheidungen immer im Sinne der Muttergesellschaft getroffen werden und das die Tochtergesellschaft durch die Muttergesellschaft finanziert wird.

Zwischen den beiden Unternehmen werden dann Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geschlossen. Zwar taucht das Tochterunternehmen im HGB auf, die rechtlichen Grundstrukturen sind aber auf EU-Richtlinien gegründet worden. Der Sinn dahinter liegt darin, dass verschiedene Unternehmensbereiche ausgelagert werden und einen eigenen Handlungsrahmen bekommen, der nicht ihrem eigentlichen Betätigungsfeld entspricht.

Der Vorteil an den Tochtergesellschaften ist, dass Verluste sich nur auf die Tochtergesellschaft auswirken, da Kapitalgesellschaften nicht mit ihrem Privatvermögen haften, sondern nur mit ihrer Einlage. Die Kontrolle bleibt somit erhalten und Verluste bleiben im jeweiligen Unternehmen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here