Was ist eine Wertschöpfung? – Erklärung & Beispiel

Wie leistungsfähig ist ein Unternehmen und wie lässt sich messen, welchen Stellenwert es auf dem Markt und bei seinen Kunden einnimmt? Die so genannte Wertschöpfung ist zwar ein sehr allgemeiner und häufig individuell eingesetzter Begriff, beschreibt aber überwiegend die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Das vorrangige Ziel ist dabei immer, möglichst effizient zu arbeiten. Dennoch gibt es unterschiedliche Definitionen der Wertschöpfung.

Überblick über die Definitionen

Die Volkswirtschaftslehre definiert die Leistung eines Unternehmens völlig anders als die Betriebswirtschaftslehre es tut. Denn demnach können auch jene Organisationen einen wertvollen Beitrag leisten, die wirtschaftlich alles andere als rentabel sind, z.B. Organisationen, die Hilfe leisten und nur von Spenden leben. Aber auch staatliche „Unternehmen“ sind oft nicht effizient und haben höhere Ausgaben als sie Einnahmen haben. Dennoch haben sie nach Ansicht der VWL eine Daseinsberechtigung und sind unverzichtbar.

Die Betriebswirtschaftslehre sieht das etwas anders und liefert für die Wertschöpfung auch direkt eine Rechenanleitung. Demnach spricht man von jenem Betrag, den ein Unternehmen zum Volkseinkommen leistet. Berechnet werden also die gesamten Erlösen minus aller Vorleistungen.

Die Finanzwelt wiederum wird der Begriff eher für Versicherungen und Banken verwendet. Die Wertschöpfung gibt an, wie groß der Gewinn des Konzerns, des einzelnen Unternehmens oder sogar nur der einzelnen Sparte bzw. der Abteilung ausgefallen ist. In die Rechnung fließen auch immer aktuelle Zinssätze und die Inflation mit ein.

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