Was passiert, wenn man seine Schulden beim Finanzamt nicht zahlt?

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Mit dem Fiskus sollte man sich in der Regel nicht anlegen. Denn eine Auseinandersetzung mit diesem Finanzinstitut kann oftmals wirklich ungemütlich Folgen haben. Intuitiv weiß jeder Bürger dieses Landes, ohne auch nur die geringsten Maßnahmen der Finanzämter zu kennen, dass man seine Schulden beim Finanzamt immer begleichen sollte. Doch wir bekommen oftmals die Frage gestellt: Was passiert eigentlich, wenn man seine Schulden beim Finanzamt nicht bezahlt?

Die Steuerschulden

Die vorliegenden Steuerschulden müssen bis zum Ablauf des Fälligkeitsdatum beim Finanzamt beglichen sein. Ist dies jedoch nicht der Fall, kann das Finanzamt nämlich einen Säumniszuschlag von monatlichen 1% auf den Steuerbetrag erheben. Sollte also ein Schuldner beispielsweise eine Steuerschuld in Höhe von 2000 € haben, so zahlt er jeden Monat 20 € einen Säumniszuschlag hinzu. Du solltest beachten, dass ein Prozent im Monat sich in der Summe bis zu 12% im Jahr addieren kann. Deswegen ist gerade diese Säumnisgebühr eine ganz schöne kostspielige Angelegenheit! Diese ist fast so teuer wie der Überziehungskredit.

Ein Nichtzahler erhält in der Regel vom Finanzamt zunächst eine Mahnung. Die Zwangsvollstreckung kann je nach Bundesland und der Dauer des Zahlungsrückstand angeordnet werden. Auf jeden Fall probieren die Finanzämter in erster Linie zu dir den Kontakt aufzunehmen. Wenn du jedoch auf diese Kontaktaufnahme dauerhaft nicht reagieren solltest, musst du in der Regel mit Konsequenzen rechnen und dazu gehören ebenfalls überhöhte Säumnisgebühren, sowie weitere Verfahrensgebühren.

Im schlimmsten Fall kann sogar dein Konto gesperrt und eine eventuelle Zwangsvollstreckung vollzogen werden. Deswegen sollte man gerade bei einem finanziellen Engpass besser das Gespräch mit dem jeweiligen Finanzamt aufsuchen. Bei besonderen Voraussetzungen kann es sogar zu einer Steuerstundung kommen. Die Stundung bietet dir nämlich die Möglichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die zu zahlende Steuerschuld in Raten abzugleichen. Du solltest jedoch für eine Steuerstundung erst einen Antrag bei dem jeweiligen Finanzamt erheben.

Du wirst als Steuerzahler erst eine Stundungswürdigkeit erhalten, wenn eine sofortige Auszahlung deine materielle Existenz gefährden würde. Jedoch gilt es auch als zumutbar, wenn du für das Abgleichen der Steuerschuld einen Kredit aufnehmen würdest. Eine Stundungswürdigkeit steht einem Steuerschuldner erst zu, wenn er in eine finanzielle Notlage gerät, die er selber beispielsweise nicht hervorgerufen hat.

Diese Sonderregelung trifft meistens in den Fällen zu, wenn es um unvorhergesehene Erkrankungen geht. Der Steuerschuldner ist nämlich in beiden Fällen dazu verpflichtet glaubhaft machen zu können, dass er beim Abgleich seiner Steuerschuld in eine finanzielle Notlage geraten kann. Solltest du eine Stundung erhalten, so wird das Finanzamt einen Zinssatz von 0,5% pro Monat beantragen.

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