Was sind variabel verzinsliche Anleihen? – Erklärung & Beispiel

Der zu zahlende Zins des Emittenten verändert sich bei der variabel verzinslichen Anleihe in der Regel alle drei Monate, da sich der Zins an dem aktuellen Marktzins orientiert und sich dem Libor und dem Euribor angepasst.

Normal haben Anleihen immer einen festen Zinssatz, wenn es sich bei der Anleihe jedoch um ein Anleihen mit einem kurzfristigen Referenzzinssatz wie den Euribor oder den Libor handelt, dann wird an Hand dessen entschieden, ob die Anleihe in der Zukunft mit höheren oder mit niedrigeren Zinsen verzinst wird.

Bewertet werden die variabel verzinsliche Anleihen bei ihrer Emission, was bedeutet, dass die Zinsen gering ausfallen, wenn die Bonitätsprüfung positiv ausfällt. Besteht ein hohes Risiko des Zahlungsausfalles, werden die Zinsen höher ausfallen.

Begrenzung der Zinsen

Die Untergrenze einer Verzinsung wird als Floor bezeichnet, während die Obergrenze als Cap bezeichnet wird.

Ein Beispiel

Wenn ein Unternehmen Fremdkapital über die Anleihe generieren möchte, wird diesem von einer Rating-Agentur eine hohe Bonität bescheinigt, so dass diese auch einem Zinssatz von drei Prozent verzinst wird, dieser jedoch, durch die Bindung an den Euribor variabel ist.
Steigt dieser um 0,5 Prozentpunkte an, wird auch die Anleihe mit 3,5, statt mit 3 Prozent verzinst. Das selbe gilt für für ein Sinken und auch ein erneutes Steigen.

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