Zinsschranke in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Mit der Zinsschranke und deren Einführung 2008 ist es nicht mehr einfach möglich, dass Gewinne in ein Land überführt werden, die einen niedrigeren Steuersatz besitzen. Ebenso sind Steuern so nicht mehr leicht als Betriebsausgabe zu behandeln. Somit ist sie wichtig für internationale große Unternehmen.

Grund für die Einführung der Zinsschranke

Diese Schranke ist dann anzuwenden, wenn die Zinsen, die gezahlt wurden, die Erträge übersteigen, die im selben Segment erwirtschaftet wurden.

Durch die Einführung der Zinsschranke sind gewisse Möglichkeiten nicht mehr umsetzbar:

1. Gesellschafter investieren ihr Kapital nicht in das Unternehmen, sondern befördern dies in ein Land mit niedrigerer Steuer. Dieses Kapital verleihen sie dann an das Unternehmen und stellen damit Fremdkapital dar. Somit konnten die Zinsen im Inland hoch geltend gemacht werden und unterlagen nur dem niedrigen Steuersatz des Auslandes. Damit ist die Gesellschaft gefährdet wurden.
2. Konzerne erstellen Tochtergesellschaften in Steueroasen und bedienen sich der gleichen Strategie wie in 1. Damit können Aktionäre nur schwer einen Überblick bekommen, wie die Erträge tatsächlich gestaltet sind.
3. Gläubigerschutz: Mit der Schranke können Kredite im Ausland nicht mehr attraktiv wirken. Durch angemessene Zinsen im Inland kann so ein Konkurs nicht stattfinden.

Überblick

Die Zinsschranke ist ein Schutz, dass sich Unternehmen nicht an Zinszahlungen bereichern können, die versteuert wurden. Sie besteht seit 2008 und betrifft vornehmlich große Unternehmen.

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